Navigation einblenden

Ich hatte gestern bei Bremen Zwei die Möglichkeit meine Sicht auf die frisch getroffene Entscheidung zur Urheberrechtsreform darzulegen. Der Rechtsausschuss des Europaparlaments hat gestern dem Entwurf zur Reform des europäischen Urheberrechts zugestimmt. Mir ist klar, dass dieses Thema nicht nur zwischen den politischen Lagern heftig umstritten ist, sondern auch innerhalb der Grünen. Ich bleibe aber dabei: Der gesellschaftsweite Zugang zu kulturellen Gütern, der eine Errungenschaft der digitalen Welt darstellt, darf nicht auf Kosten der Kulturschaffenden gehen. Die Urheberrechtsreform auf europäischer Ebene ist der richtige Weg, um etwas an den Ungleichgewichten zwischen digitalen Monopolen, Verlagen und Kulturschaffenden zu ändern! Das gehört zu einer klugen Regulierung digitaler Märkte!

Die europäischen Institutionen ringen derzeit um die Ausrichtung des Mehrjährigen Finanzrahmens nach 2020: Die durch den Brexit zustandekommenden Ausfälle müssen kompensiert und die Kurzsichtigkeit mancher nationaler Regierung muss überwunden werden. EU-Kommissar Oettinger hat dazu Vorschläge gemacht, deren Ansatz ich für richtig halte. Das Parlament sollte diese Grundlagen konstruktiv weiterentwickeln, damit die EU finanziell gerüstet ist, um ihre stetig wachsenden Aufgaben erfüllen zu können. Im Gespräch mit der Deutschen Welle gehe ich auf die Herausforderungen dieses Prozesses ein...

Am letzten Wochenende war ich gemeinsam mit Henrike Müller beim CSD in unserer Partnerstadt Gdansk. Wir haben den "Bremer CSD e.V." begleitet, der seinen Kooperationspartner "Tolerado" bei der Organisation der Demonstration tatkräftig unterstützt hat. Es war ein friedliche und eindrucksvolle Veranstaltung - hier unserer Bericht und einige Fotos!

Bei buten un binnen hatte ich die Gelegenheit zur geplanten EU-Digitalsteuer und zum Skandal rund um Facebook zu sprechen. Meine Positionen dazu sind ganz klar: Digitalmonopole müssen angemessen besteuert werden und die Datenschutzgrundverordnung kommt gerade zur rechten Zeit, um die Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen! Auch bei der Nutzung und Verbreitung digitaler Kulturgüter muss der europäische Gesetzgeber die Regeln selbstbewusst vorgeben!

Richard C. Schneider ist Journalist, Autor und Dokumentarfilmer und lebt seit vielen Jahren in Tel Aviv. Von 2006 bis 2015 war er Leiter des dortigen ARD-Studios. Als ARD-Chefkorrespondent für Israel und Palästina berichtete er kontinuierlich über die politischen Konflikte in der Region. Unser gemeinsames Gespräch im Theater Bremen am 15. April 2018 kreiste um die aktuellen politischen Entwicklungen in Israel und den wachsenden Antisemitismus in Europa. Hier der Veranstaltungsbericht...

Der aktuelle Bericht im Weserkurier zeigt, wie gut der Europäische Solidaritäts- und Freiwilligenservice bereits anläuft! Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen: Es richtet sich an junge Menschen und verbindet die Chancen zu kulturellem Austausch mit wirksamen sozialen Engagement. Für mich als Berichterstatterin war es ein langer, aber lohnenswerter Weg. Wenn der Service richtig umgesetzt wird, kann er ein ebenso großer Erfolg werden wie das Erasmus-Programm!

Große digitale Plattformen wie Youtube, Spotify oder Google sind darauf angewiesen, digitale Kulturgüter - z.B. Musik oder Filme - nutzen und verbreiten zu können. Jedoch entlohnen die Plattformen die Erzeuger dieser Güter nicht angemessen, das so genannte "Value Gap" entsteht: Die Plattformen verdienen an Inhalten, die andere produziert haben. Musiker, Künstler und Filmschaffende werden an den riesigen Gewinnen aber kaum beteiligt. Im Gespräch mit Crispin Hunt, Songwriter und Direktor des "PRS for Music" (dem britischen Äquivalent zur deutschen GEMA), unterstreiche ich, dass das ein unhaltbarer Zustand ist. Die Reform des europäischen Urheberrechts ist eine Chance, um mehr Fairness auf dem digitalen Markt zu schaffen!

Die Ergebnisse der Bundestagswahl haben mich nachdenklich gestimmt und mich zum Schreiben eines offenen Briefes an meine Partei bewegt. Er ist als Debattenbeitrag gedacht, der aufrütteln und zu einer politischen Neuausrichtung ermutigen soll. Ich freue mich auf lebendige Diskussionen!

EUROPA GRÜN UMGESTALTEN

"Ich mache mich stark für wachsende Investitionen in Europas neue Wettbewerbsfähigkeit: Für nachhaltige Forschung, Bildung und grüne Zukunftstechnologien."

Infopaket zum Europäischen Urheberrecht – Gegen Panikmache und irreführende Behauptungen

Es kursieren aktuelle viele Mythen und irreführende Behauptungen im Netz, gerade was das Leistungsschutzrecht betrifft. Ich möchte hier ein paar grundlegende Informationen bereitstellen, um ein wenig Licht ins Dunkel bringen. (A) Dazu gehört meines Erachtens vor allem, die beiden am meisten umstrittenen Artikel  – Artikel 11 zum Leistungsschutzrecht für Verlage sowie Artikel 13 zur Nutzung urheberrechtlich geschützter Inhalte auf digitalen Plattformen – in ihrem Wortlaut zur Verfügung zu stellen.…

PM: Kluge Regulierung der digitalen Monopole

Zur heutigen Abstimmung über den EU-Kommissionsvorschlag zur Urheberrechtsreform im Rechtsausschuss meint Helga Trüpel, Schattenberichterstatterin der Grünen im Kulturausschuss des Europaparlaments: „Ich begrüße den Ausgang der Abstimmung heute, da sie die Rechte der europäischen KünstlerInnen und UrheberInnen stärkt. Zum einen werden ihnen wichtige Werkzeuge in die Hand gegeben, mit denen sie gegenüber den Produzenten mehr Transparenz bezüglich ihrer Verträge einfordern können, zum anderen sieht der Beschluss des Rechtsausschusses eine Schließung des sogenannten „Value Gaps“ vor, also der Wertschöpfungslücke zwischen Urhebern und Plattformen.…

„Das ist nicht gerecht“ – taz-Interview über die Notwendigkeit eines europäischen Leistungsschutzrechts

Die Debatte um die Urheberrechtsreform geht auf die Zielgeraden, diese Woche steht die Abstimmung im Rechtausschuss des Europaparlaments auf dem Plan. Umstritten ist insbesondere das vorgesehene Leistungsschutzrecht (LSR) für Verlage. Im Gespräch mit Anne Fromm von der taz erläutere, warum ich das LSR für notwendig halte, warum ich meine frühere Position geändert habe – und auch Google einsehen muss, dass es in der digitalen Welt Fairness braucht!…

Leistungsschutzrecht – Kompromissvorschlag ist eine gute Lösung für alle!

Am 20. Juni wird im Rechtsausschuss über die Urheberrechtsrichtlinie abgestimmt. Einige Artikel werden kontrovers und zuweilen sehr emotional diskutiert. In den letzten Tagen und Wochen heizte die Stimmung immer weiter auf und besonders zum Thema Leistungsschutzrecht kursieren viele Mythen und Halbwahrheiten im Internet. Daher möchte ich noch einmal darlegen, warum ich meine Meinung innerhalb der Debatte geändert habe und nun dem Kompromiss im Rechtsausschuss positiv gegenüberstehe.…

Veranstaltung mit visuellen KünstlerInnen

Das Netzwerk der European Visual Artists (EVA) war diese Woche bei Pervenche Berès MEP und mir für eine Veranstaltung im Europäischen Parlament zu Gast. Im Moment können hochgeladene Bilder ohne explizite Erlaubnis der UrheberInnen von Dritten genutzt werden. Dadurch entsteht eine Ausbeutung der KünstlerInnen, die an den Einnahmen nicht beteiligt werden.…