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Im Beitrag der 3sat-Sendung Kulturzeit wird das "Project Fair Play" vorgestellt. Diese Initiative des Musikers Lando van Herzog versammelt eine Vielzahl bekannter deutscher KünstlerInnen, die sich für eine angemessene Vergütung ihrer kulturellen Erzeugnisse im digitalen Zeitalter stark machen. Ich hatte im Rahmen des Beitrags die Gelegenheit, darzustellen, warum ich die laufende europäische Urheberrechtsreform für absolut notwendig halte: Ohne angemessene Vergütung fehlt den Kulturschaffenden auf Dauer die finanzielle Basis für ihre Tätigkeit!

Ich hatte gestern bei Bremen Zwei die Möglichkeit meine Sicht auf die frisch getroffene Entscheidung zur Urheberrechtsreform darzulegen. Der Rechtsausschuss des Europaparlaments hat gestern dem Entwurf zur Reform des europäischen Urheberrechts zugestimmt. Mir ist klar, dass dieses Thema nicht nur zwischen den politischen Lagern heftig umstritten ist, sondern auch innerhalb der Grünen. Ich bleibe aber dabei: Der gesellschaftsweite Zugang zu kulturellen Gütern, der eine Errungenschaft der digitalen Welt darstellt, darf nicht auf Kosten der Kulturschaffenden gehen. Die Urheberrechtsreform auf europäischer Ebene ist der richtige Weg, um etwas an den Ungleichgewichten zwischen digitalen Monopolen, Verlagen und Kulturschaffenden zu ändern! Das gehört zu einer klugen Regulierung digitaler Märkte!

Am letzten Wochenende war ich gemeinsam mit Henrike Müller beim CSD in unserer Partnerstadt Gdansk. Wir haben den "Bremer CSD e.V." begleitet, der seinen Kooperationspartner "Tolerado" bei der Organisation der Demonstration tatkräftig unterstützt hat. Es war ein friedliche und eindrucksvolle Veranstaltung - hier unserer Bericht und einige Fotos!

Die europäischen Institutionen ringen derzeit um die Ausrichtung des Mehrjährigen Finanzrahmens nach 2020: Die durch den Brexit zustandekommenden Ausfälle müssen kompensiert und die Kurzsichtigkeit mancher nationaler Regierung muss überwunden werden. EU-Kommissar Oettinger hat dazu Vorschläge gemacht, deren Ansatz ich für richtig halte. Das Parlament sollte diese Grundlagen konstruktiv weiterentwickeln, damit die EU finanziell gerüstet ist, um ihre stetig wachsenden Aufgaben erfüllen zu können. Im Gespräch mit der Deutschen Welle gehe ich auf die Herausforderungen dieses Prozesses ein...

Bei buten un binnen hatte ich die Gelegenheit zur geplanten EU-Digitalsteuer und zum Skandal rund um Facebook zu sprechen. Meine Positionen dazu sind ganz klar: Digitalmonopole müssen angemessen besteuert werden und die Datenschutzgrundverordnung kommt gerade zur rechten Zeit, um die Unternehmen zur Verantwortung zu ziehen! Auch bei der Nutzung und Verbreitung digitaler Kulturgüter muss der europäische Gesetzgeber die Regeln selbstbewusst vorgeben!

Der aktuelle Bericht im Weserkurier zeigt, wie gut der Europäische Solidaritäts- und Freiwilligenservice bereits anläuft! Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen: Es richtet sich an junge Menschen und verbindet die Chancen zu kulturellem Austausch mit wirksamen sozialen Engagement. Für mich als Berichterstatterin war es ein langer, aber lohnenswerter Weg. Wenn der Service richtig umgesetzt wird, kann er ein ebenso großer Erfolg werden wie das Erasmus-Programm!

Große digitale Plattformen wie Youtube, Spotify oder Google sind darauf angewiesen, digitale Kulturgüter - z.B. Musik oder Filme - nutzen und verbreiten zu können. Jedoch entlohnen die Plattformen die Erzeuger dieser Güter nicht angemessen, das so genannte "Value Gap" entsteht: Die Plattformen verdienen an Inhalten, die andere produziert haben. Musiker, Künstler und Filmschaffende werden an den riesigen Gewinnen aber kaum beteiligt. Im Gespräch mit Crispin Hunt, Songwriter und Direktor des "PRS for Music" (dem britischen Äquivalent zur deutschen GEMA), unterstreiche ich, dass das ein unhaltbarer Zustand ist. Die Reform des europäischen Urheberrechts ist eine Chance, um mehr Fairness auf dem digitalen Markt zu schaffen!

Die Ergebnisse der Bundestagswahl haben mich nachdenklich gestimmt und mich zum Schreiben eines offenen Briefes an meine Partei bewegt. Er ist als Debattenbeitrag gedacht, der aufrütteln und zu einer politischen Neuausrichtung ermutigen soll. Ich freue mich auf lebendige Diskussionen!

EUROPA GRÜN UMGESTALTEN

"Ich mache mich stark für wachsende Investitionen in Europas neue Wettbewerbsfähigkeit: Für nachhaltige Forschung, Bildung und grüne Zukunftstechnologien."

Copyreform: Es geht in die nächste Runde

Nach der Ablehnung des Kompromissentwurfs aus dem Rechtsausschuss vergangene Woche, wird sich das EU-Parlament im September wieder mit der Reform des europäischen Urheberrechts befassen. Die Süddeutsche und Tagesschau haben das Geschehen rund um die Abstimmung gut zusammengefasst. Unter anderem berichteten auch Börsenblatt, Kölnische Rundschau, Buten un binnen sowie heute die taz.bremen über die Kontroversen, an denen ich mich als Befürworterin der Reform aktiv beteiligt habe und weiterhin beteiligen werde.…

PM: Europaparlament stimmt gegen Reform des europäischen Urheberrechts

Das Europäische Parlament in Straßburg hat eine Reform des europäischen Urheberrechts vorerst blockiert. Der parlamentarische Berichterstatter Axel Voss (CDU) hat kein Mandat für die weiteren Verhandlungen mit Kommission und Rat erhalten. Dem Beschluss des Parlaments gingen monatelange, zum Teil heftige Auseinandersetzungen über die Potentiale und Risiken der anvisierten Reform voraus. Helga Trüpel, Vizepräsidentin des Kulturausschusses des Europaparlaments, bedauert das Ergebnis der Abstimmung: „Aus meiner Sicht hat das Europaparlament heute die falsche Entscheidung getroffen.…

Copyrightreform – nicht perfekt, aber gut genug. Warum ich für das Mandat stimme. (dt/en)

Ich möchte nochmals einige Dinge klarstellen, die meine Position im Streit um die europäische Urheberrechtsreform betreffen. Warum halte ich diese Reform für notwendig und weshalb unterstütze ich das Verhandlungsmandat für Axel Voss (CDU)? Digitale Plattformen wie YouTube haben ein ökonomisches Interesse daran, die Inhalte von Kulturschaffenden anzuzeigen. Dadurch entsteht Traffic, wodurch sie wiederum ihre Werbeeinnahmen generieren.…

PM: Europäisches Solidaritätskorps – mehr Solidarität in Europa: Kick off für ein neues Flaggschiffprogramm

Das Europäische Solidaritätskorps mit mehr Solidaritätsaktivitäten und mehr sozialem Engagement wird kommen und mit frischem Geld der EU-Länder finanziert werden, darauf haben sich Helga Trüpel, Verhandlungsführerin für das Europäische Parlament, und die Vertreter von Rat und Europäischer Kommission geeinigt. Helga Trüpel, Verhandlungsführerin des Europäischen Parlaments und kulturpolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion, begrüßt die Einigung und die Bereitschaft der EU-Länder, 75 Millionen Euro frisches Geld für die neue Initiative bereitzustellen: „Die Einigung ist der Durchbruch für das europäische Programm für junge Leute, die solidarisches Engagement in der EU und außerhalb zeigen wollen.…