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PM: Aus für den ECHO – Ein Neustart ist das richtige Zeichen

In den vergangenen Wochen gab es um den Musikpreis ECHO heftige Kontroversen: Grund war die Verleihung des Preises an zwei Rapper, denen aufgrund ihrer Texte und Musikvideos u.a. Antisemitismus vorgeworfen wurde. Einige Künstler – darunter das Notos Quartett, Klaus Voormann, Marius Müller-Westernhagen und zuletzt Daniel Barenboim – gaben nach der diesjährigen Preisverleihung ihre Auszeichnungen zurück. Der Vorstand des Bundesverbandes der Musikindustrie hat nun mitgeteilt, dass der Preis abgeschafft wird. Der ECHO sei als Preis so stark beschädigt, dass man einen Neustart mit einem neuen Preis wolle.

Für Helga Trüpel, Vizepräsidentin des Kulturausschusses des Europaparlaments, war dieser Schritt notwendig:

„Der ECHO war nach den Kontroversen der letzten Wochen nicht zu retten. Nach ihrem absolut falschen Umgang mit den antisemitischen Einlassungen bestimmter Künstler – die nicht nur einen Preis erhielten, sondern auch noch auftreten durften – ziehen die Verantwortlichen jetzt die Konsequenzen, mit einem neuen Preis, neuen Vergabekriterien und neuen Gremien. Dieser breite Neuanfang ist sehr begrüßenswert, denn die Musikerinnen und Musiker dieses Landes haben einen würdigen Musikpreis verdient. Das war der ECHO nicht mehr.“