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PM: Neue EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste beschlossen – Stärkung von Jugendschutz und kultureller Vielfalt

Die Vizepräsidentin des Kulturausschusses des EP, Helga Trüpel, begrüßt die neue EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste (AVMD), die das Europäische Parlament in Straßburg heute mit überwältigender Mehrheit beschlossen hat.

„Die Richtlinie bringt uns besseren Jugendschutz und ermöglicht ein effektiveres Vorgehen gegen Hassreden“, so Helga Trüpel. So würden nun etwa Videoplattformdienste stärker reguliert und müssten schädliche Inhalte nach Kenntnis entfernen. Darüber hinaus fördere die Richtlinie die kulturelle Vielfalt der EU, mindestens 30 Prozent der Inhalte von Video-on-demand-Anbietern müssten nun aus Europa stammen. „Dies wird die europäische Kreativindustrie stärken“, so Helga Trüpel.

Die heute beschlossene Richtlinie gilt als wesentlicher Eckpfeiler der Medienregulierung in der EU, sie verbessert das Gleichgewicht zwischen Wettbewerbsfähigkeit und Verbraucherschutz. Durch die rasante Entwicklung des audiovisuellen Marktes in den vergangenen Jahren – durch neue Technologien und verändertes Konsumverhalten – war die Aktualisierung bisher bestehender gesetzlicher Regelungen notwendig geworden.

Eine deutliche Mehrheit von 452 Abgeordneten stimmte für die AVMD-Richtlinie, bei 132 Gegenstimmen und 65 Enthaltungen.