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Jack Straw hat Recht

Foto: Marcello Casal Jr/ABr. In Großbritannien tobt eine heftige Debatte über Kopftuch und Niquab, nachdem Jack Straw- nicht gegen das Kopftuch- aber gegen den Niquab Position bezogen hat.
Der Niquab, anders als das Kopftuch (in Großbritannien gibt es kein Kopftuchverbot an Schulen wie z.B. in Fankreich), ist ein schwarzer Umhang, der den ganzen Körper und den ganzen Kopf verhüllt und nur einen Sehschlitz freilässt.
Straw argumentiert, dass man mit Frauen, die diesen Niquab tragen, nicht kommunizieren kann, weil man ihnen nicht ins Gesicht blicken kann. Ich finde, er hat Recht. Der Niquab verhindert eine offene Kommunikation und eine offene Debatte, er passt nicht in eine demokratische Gesellschaft in der Öffentlichkeit. Frauen mit Niquab sollen nicht in öffentlichen Jobs arbeiten, sie sollen keine Lehrerinnen, Anwältinnen, Sozialarbeiterinnen. Ärztinnen oder ähnliches sein.
Das ist mit dem Kopftuch anders, das kann durchaus “nur” Ausdruck religiöser Überzeugung sein, es muß kein islamistisches Symbol sein, und diese Frauen wollen ja oft durchaus im öffentlichen Raum agieren und Karriere machen.
Also: Kopftuch auch im öffentlichen Bereich, solange es keine islamistische Propaganda durch die Trägerinnen gibt, aber Niquab nein, weil er nicht zu diskursiven, offenen Gesellschaften passt.