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Bremen in Europa

„Was ist europäisch? Reden für einen gastlichen Erdteil

Adolf Muschg liest und steht anschließend zum Gespräch zur Verfügung

Was ist eigentlich europäisch an Europa? Die Frage hat gegenwärtig neue Bedeutung erhalten. Die Erfahrungen (und Unsicherheiten) nach der Erweiterung der EU, die Diskussion über ihre Grenzen, die dunklen Wolken über dem „europäischen Sozialmodell“, die Ablehnung des EU-Verfassungsvertrages im französischen und niederländischen Referendum: all dies hat die Frage nach einer europäischen „Identität“, in der die europäische Integration sicher verankert sein könnte, in den Vordergrund gerückt. Ich möchte sie in einer Reihe von Lesungen und Vorträgen beleuchten.

Adolf Muschg ist Schweizer Schriftsteller und Literaturwissenschaftler, er lebt in Zollikon bei Zürich. 30 Jahre hat er an der Hochschule Zürich gelehrt und war in der Kulturpolitik der Schweiz aktiv. Er gilt als einer der bedeutendsten Schriftsteller der deutschen Gegenwartsliteratur. Für das Buch „Der Rote Ritter. Eine Geschichte von Parzival“ erhielt er 1994 den Büchner-Preis. Seine letzten Werke waren „Gehen kann ich allein und andere Liebesgeschichten“ (2003), „Der Schein trügt nicht. Über Goethe“ (2004), „Eikan, du bist spät“ (2005). Adolf Muschg war von 2003 bis zu seinem Rücktritt im Dezember 2005 Präsident der Akademie der Künste in Berlin. Er war Mitglied der deutschen Auswahljury für die „Kulturhauptstadt Europas“.

Adolf Muschg wird aus seinem Buch „Was ist europäisch? Reden für einen gastlichen Erdteil“ lesen, das aus Vorträgen in der „Villa Hügel“ in Essen 2004/2005 hervorgegangen ist (C. H. Beck 2005).

Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 2. März 2006, 20 Uhr, Stadtwaage, Langenstr. 13, Bremen