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Jugend und Bildung

PM: Europäischer Solidaritätskorps – Neue Initiativen benötigen mehr frisches Geld

Am heutigen Dienstag war der offizielle Startschuss des neuen europäischen Freiwilligenprogramms „Europäischer Solidaritätskorps“ (ESC).  Das Programm, das EU-Kommissionspräsident Juncker vor eineinhalb Jahren angekündigt hat, soll Organisationen und „solidaritäts-bezogene“ Projekte aus der Zivilgesellschaft verbinden. Junge Menschen zwischen 18 – 30 Jahren können über das Programm einen Freiwilligendienst in einem anderen EU-Land absolvieren. Helga Trüpel, bildungspolitische Sprecherin der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament begrüßt das Programm, ist aber skeptisch, was die Finanzierung betrifft:

„Die Idee, den Austausch von Jugendlichen über Grenzen hinweg zu fördern, ist das Herzstück des europäischen Projekts. Wir fordern schon seit Jahren Initiativen gerade im sozialen Bereich. Aber das von der EU-Kommission gestaltete Programm ist halbherzig. Der Europäische Freiwilligendienst wird in die neue Struktur des ESC integriert und soll dabei in seinem Anwendungsbereich erweitert werden und über jugendbezogene Projekte hinausgehen. Die EU-Kommission hat dafür weniger neue Mittel zur Verfügung gestellt als durch Umschichtung aufgebracht werden. Ein wirklich offensiver Vorschlag sieht anders aus.
Es fehlt an ausreichenden Mitteln, um die hohen Ansprüche zu erfüllen. Wer Solidarität in Europa fördern will, muss mehr zusätzliche Mittel bereitstellen!“

Reinhard Bütikofer kommentiert:

„Es ist erfreulich, dass die Europäische Kommission frisches Geld für den Europäischen Solidaritätskorps bereitstellt, wenn auch noch nicht genug. Es ist nun Aufgabe der Regierungen der EU-Mitgliedstaaten, den Weg für neues Geld frei zu machen. Gleichzeitig erwarten wir, dass der bestehende Europäische Freiwilligendienst in das neue Programm gut integriert wird.

Ein Fokus sollte auf Jugendlichen in Berufsausbildung liegen. Das Europäische Solidaritätskorps sollte Anreize auch für diejenigen schaffen, die typischerweise nicht an europäischen Austauschprogrammen teilnehmen, die aber durch einen Austausch mit anderen Kulturen und ein Sprachtraining ihre Berufskenntnisse erweitern könnten. Wir begrüßen es, dass Gruppen von Freiwilligen selbstständig Programme auf die Beine stellen können. Das fördert Kreativität, Engagement und Motivation vieler Jugendlicher in Europa.“