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Bremen in Europa

Buchvorstellung: Die Panikmacher. Die deutsche Angst vor dem Islam

Helga Trüpel lädt ein am Donnerstag, den 14.04.2011, um 20.00 Uhr, in den EuropaPunktBremen zur Buchvorstellung und anschließender Diskussion mit:

Patrick Bahners, Autor und Leiter des FAZ-Feuilletons

Mit seiner Bemerkung, dass der Islam (historisch) nicht zu Deutschland gehöre, brüskierte der neue Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) nicht nur die hier lebenden Muslime. Vielmehr richtete sich seine Aussage auch gegen den Bundespräsidenten Christian Wulff, der in seiner vielbeachteten „Bremer Rede“ die Inklusion des Islams in die Mehrheitsgesellschaft unterstrichen hat. Auch für seine Forderung auf der jüngsten Islamkonferenz nach einer neuen „Sicherheitspartnerschaft“ zwischen Staat und Muslimen erntete Friedrich verbändeübergreifendes Unverständnis. Statt den gesellschaftlichen Dialog und die Integration der Muslime in Deutschland zu fördern, spricht der Innenminister lieber von „Extremismus“ und „Radikalisierung“. Mit dieser Panikmache steht er nicht allein. Ayaan Hirsi Ali, Necla Kelek, Alice Schwarzer, Henryk M. Broder, Thilo Sarrazin, Ralph Giordano gehören zu den lautesten Beschwörern einer angeblichen Bedrohung, die von den in Deutschland lebenden Muslimen ausgeht. Doch sind ihre Argumente überhaupt empirisch belegt und schlüssig? Stehen ihre pauschalisierenden Angriffe auf eine andere Religion im Einklang mit dem Ideal einer liberalen und toleranten Gesellschaft, auf deren Verteidigung sich die gleichen Kritiker berufen? Und worauf genau wollen sie eigentlich hinaus?